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5 Antworten | 5 Fragen #5Fa5 – Mai Edition

Ausnahmsweise mal pünktlich, geht heute mein Beitrag zur Mitmach-Monatskolumne von Nic Hildebrandt {lucia pimpinella}:  “5 Antworten/5 Fragen im Mai” an den Start.

Wie immer passen die Fotos nicht zum Text. So what!  🙂 Alle Bilder  sind in den letzten zwei oder drei Wochen entstanden. Ich liebe Blüten. Ich liebe frisches Grün. Und wenn ich mal groß bin, dann lerne ich auch zu photographieren. Bis dahin müsst Ihr Euch mit diesen Schnappschüssen begnügen.

Have Fun!
   Birgit

1. Würdest du einen Teil deiner Intelligenz gegen ein sensationelles Aussehen eintauschen?

Als ich diese Frage gelesen habe mußt ich laut auflachen. Kommt selten vor. Aber siehe da. Wer mich kennt, weiß das diese Idee mir unglaublich abwegig erscheinen muss.

Es kommt mir hier sofort eine kleine Anekdote aus meiner Schulzeit in den Sinn. Einer meiner Schulfreunde hat damals voll Inbrunst erklärt, daß es sehr schade ist, aber Frauen seien eben entweder klug oder hübsch. Noch bevor ich ansetzen konnte meinem Unmut über diese Aussage Luft zu machen, meinte er ganz trocken, daß ich mich jetzt nicht so habe solle, denn ich hätte es ja eh sehr gut erwischt, denn Schönheit wäre ja so vergänglich. Ich möchte das Ganze, damals wie heute, unkommentiert lassen.

Mein Aussehen ist mir relativ gleichgültig. Natürlich nicht ganz und gar, aber mit steigendem Alter immer mehr. Erkennbar u.a an der Tatsache, daß ich lange Zeit keinen Spiegel besessen habe. Außer im Bad. Der war schon in der Wohnung. Irgendwann mußte ich dann für eins meiner Geschäftsprojekte einen Spiegel kaufen. Also so ein Ganzkörper-Ding. Das haben wir auch noch. Es steht im Arbeitszimmer im hintersten Eck. Und selten zugänglich. Spricht Bände, oder?

In letzter Zeit gehe ich sogar regelmäßig zum Friseur. Graue Haare gefallen mir tatsächlich nicht an mir. Es vermittelt nämlich ein falschen Bild. Aber drüber kann ich mich gerne ein anderes Mal auslassen, wenn es tatsächlich jemanden interessieren sollte. Ansonsten ist alles echt und naturbelassen. Inklusive meiner Nägel. Schminken heißt für mich Wimperntusche zu verwenden. Manchmal. Aber hey, ich besitzt eine Lippenstift. Ein Artefakt unserer Hochzeit. Ich habe selten Zeit fürs Schminken und meine Haar sind grundsätzlich gerade naß oder am Trocknen, weil ich im Fitti duschen oder eben beim Laufen war. Gerne auch schwitzend oder im Regen mal eben zu Fuß oder per Fahrrad zu irgendeinem meiner Jobs hetzte.

Aus all den Gründen muß ich quasi mit meiner Intellegenz Punkte, weil ich ja sonst wenig zu bieten habe. Ja, der Punkt kommt noch erschwerend hinzu. Tatsächlich glaube ich, daß es für die Glaubwürdigkeit einer Frau in unsere immer noch Männer dominierten Gesellschaft auch von Vorteil sein kann, nicht übermäßig gut auszusehen. Die anderen Frauen betrachten dich nie als Konkurrenz um irgendwas und Männer nehmen eher Deine Fähigkeiten wahr, weil das Aussehen sie nicht ablenk. Aber ich kann mich auch völlig irren hierbei. Eventuell versuche ich auch, mir hier gerade das Leben schön zu reden. Vielleicht ist es mit meiner Intelligenz doch nicht so weit her, und nur weil man im IQ Test überdurchschnittlich punktet, heißt das ja nicht, daß man sein Leben im Griff hat. Ehrlich gesagt denke ich sogar, daß das eine das andere erschweren kann. Auch ein sehr spannendes Thema für einen langen Winternachmittag.

Ach, ich habe ganz vergessen zu erwähnen, daß ich in der Tat einmal bei einer von Deutschlands führenden Schönheitschirurginnen unter dem Messer gelegen bin. Der Daumen funktioniert wieder 1A. Die Narbe ist ein Desaster.

 

2.  Wann hast du zuletzt einen Sonnenaufgang betrachtet?

Das ist noch nicht so lange her. Sonnenaufgänge mag ich. Im Sommer sehe ich sie breitengradbedingt eher selten, aber umso lieber im Winter. Ich bin gezwungenermaßen über die Jahre zum Frühaufsteher mutiert. Aber nur weil ich oft um sechs auf den Beinen bin, hießt das noch lang nicht, dass ich wach bin. Wie ein technisch hoch komplexes und in die Jahre gekommenes Computersystem brauche ich meine Zeit bis ich hochgefahren bin. Und diese verbringe ich gerne mit Kaffee und in Ruhe. Gerne auch den Sonnenaufgang betrachtend. Zwangsweise “in Ruhe”, da meine Nemesis, die Schwerkraft in den frühen Morgenstunden sonst die Oberhand gewinnt. Das möchten wir uns finanziell nicht leisten.

Im Sommer, den oben erwähnten geographischen Umständen geschuldet, sehe ich eher selten Sonnenaufgänge, aber wenn ich mal wieder nicht schlafen kann, dann setze ich mich mit einer Tasse Kaffee in den Park. Ich bin ja eine urbane Stadtbewohnerin* und habe leider keinen eigenen Garten. Aber einen Park! Jawoll. Direkt am Haus angrenzend. Allzu farbenprächtig sollte sich das Spektakel aber nicht gestalten, zumindest an Ausflugstagen, denn wie wir alle wissen:  “Morgenrot, schlecht Wetterbot!” ; )

*Der “urbane Stadtbewohner” ist hier als Stilmittel gedacht. Bitte unter Tautologie verbuchen.

 

3. Wenn du zurück denkst, welcher deiner Geburtstage hat dir am besten gefallen? 

Ich bin ja selten um eine Antwort verlegen, aber das ist in der Tat eine schwere Frage und ich glaube ich kann sie so nicht beantworten.

Ich mag meinen Geburtstag. Ich habe an meinem Geburtstag frei. Urlaub oder Ferien. Geboren am äußerst unrühmlichen Jahrestag des offiziellen Beginns der zweiten Weltkriegs, habe und hatte ich in meinem bisherigen Leben stets in den bayrischen Sommerferien Geburtstag. Es gibt zwei Varianten dieses Tages für mich. a) Party in der ein oder anderen Weise: Topfschlagen und Pommes essen früher, heute Kaffeeklatsch mit Schokosahne, der signatur Torte meiner Mutter. Oder b) den Tag weit weg von zuhause verbringen. Letztes Jahr waren wir in Ljubljana.

 

4. Was entscheidet beim ersten Kennenlernen, ob dir jemand sympathisch ist oder nicht?

Das Falsche. Obviously. Ich bin mit Abstand die Person mit der schlechtesten Menschenkenntnis ever. Ok, eine leichte Übertreibung um meinen Standpunkt zu verdeutlichen. Aber ein Körnchen, ach was Korn, Wahrheit liegt da schon vergraben. Es kann vorkommen, daß ich Menschen nicht leiden mag und und wenige Woche später zu meinem allerengsten Freundeskreis zählen. Pertra, ich weiß Du liest da hier. q.e.d, denn was soll ich sagen, getreu meines Mottos:  whimy, I am! : )

Außerdem müsste man mir zuerst “sympathisch” definieren. Wenn ich jemand kennen lerne, dann sollte der in erster Linie interessant oder unterhaltsam sein. Im Idealfall beides. Sonst wird das eh nichts mit uns und ich entschuldige mich mit der Tatsache, daß ich dringen heim und meine Nägel lackieren muss. Gelegentlich muss ich auch noch Toast kaufen. Lieber kann man mich beleidigen als langweilen.

Aber zurück zur Sympathie. Hach, der Begriff macht mir echt Schwierigkeiten. Arroganz kann ich nicht so ab und stolz zur Schau getragene Kleingeistigkeit bedarf großer Contenance meinerseits. Wenn ich muss, also auf einer einsamen Insel strande oder dafür bezahlt werde – das nennt man dann wohl Berufsleben -, dann kann ich mit jedem auskommen. Dann denke ich jedoch auch nicht drüber nach ob mir derjenige jetzt sympathisch ist oder nicht.

 

5. Was machst du an einem Tag, der einfach nur für’n Arsch ist? Also, um dich aufzumuntern?

Aufmuntern ist da eher schwierig bei mir.  “Grounden” wäre hier das Mittel der Wahl. Wenn es jetzt auch kitschig klingt, so mit Schmalz und trief, aber es ist der Mann. Ich glaube es ist mit ein Grund warum ich diesen Mann geheiratet habe. Er ist ein Wunder an Resilienz. Ein Gemüt wie´ne Kuh beim Saufen und mein Fels in der Brandung. #HerrWimmergroundet Mich!

Alkohol würde natürlich auch helfen. Aber Variante Nr. 1 liest sich einfach besser. V.a. wenn man bedenkt, daß ich Gesundheitspädagogik unterrichte und mir ein Minimum an Glaubwürdigkeit bewahren muss. ; ) Nein, im Ernst jetzt! Drogen, und seien sie auch noch so legal, sind kein adäquates Mittel und machen mehr Probleme als sie scheinbar lösen. Wer mich kennt, weiß das das jetzt ausnahmsweise Mal mein Ernst ist.

 

 

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